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Stromversorgung für meine Canon-Kamera

Letzte Änderung am 15.1.2010


Idee »

Da bei meinen Astrofotos immer das Problem mit leeren Akkus habe, bis ich auf die "schlaue" Idee gekommen, mir einen Stomanschluss zu kaufen, statt ihn selbst zu bauen – großer Fehler! Der Gedanke dahinter war, dass ein gekaufter Anschluss hoffentlich meine Kamera nicht schrotten würde. Was für ein Irrtum! Hin ist die Kamera zwar nicht, aber der Adapter… Weia! Seht selbst.

Ärger »

Ich hatte mir also diesen von einem Astrohändler angepriesenen Adapter von der Firma Astronomiser gekauft und dann auch recht bald am Teleskop ausprobiert. Schon während der ersten längeren Belichtung ist mir ein Sirren aufgefallen, das aus der Kamera kam. Beim Ende der zweiminütigen Belichtung ist dann der Strom ausgefallen und das Bild war natürlich futsch! So ein Ärger! Also habe ich zum herkömmlichen Akku gegriffen und den Adapter wieder ausgebaut. Dabei fällt mir als erstes auf, dass er kochend heiß ist! Da werden doch irgend welche Helden nicht die Spannungsregulierung in den Adapter gebaut haben? Doch! Denn nach einigem Überlegen habe ich das Akkugehäuse geknackt, um zu sehen, was da alles drinnen steckt:

Bild IMG_3872So sah der geöffnete Adapter vor meinem Umbau aus. Man blickt in ein leeres Batteriegehäuse. Ein Festspannungsregler ist darin einfach eingelötet. Kein Kühlblech! Keine der vorgeschriebenen Kondensatoren! Einfach nur der Regler, sonst nichts!

Meine Canon 5D zieht während der Belichtung und auch beim internen Dunkelbildabzug auf der 12-Volt-Seite 0,4 bis 0,6 Ampere Strom, das sind 7,2 Watt Leistung. Es ist natürlich grob fahlässig, einen Spannungsregler bei diesen (bekannten) Leistungen ungekühlt zu verbauen, da er sich bei längeren Belichtungszeiten dann bis zum Abschalten auf 120° C erhitzt – und das im Innern einer teueren DSLR-Kamera! Dass bei der Schutzabschaltung des Reglers obendrein das gemachte Bild futsch ist, kommt noch erschwerend hinzu.

Bild IMG_3872Die Unterseite des Gehäuses. Es handelt sich hierbei offensichtlich um einen ausgeschlachteten Canon-Akku-Nachbau. Jedenfalls bezieht sich die CE-Kennzeichnung auf den ehemaligen Akku, nicht jedoch auf das umgebaute Teil! Ob die Kennzeichnung für den eigentlichen Akku zurecht bestand, vermag ich nicht zu sagen und es spielt auch keine Rolle, jedenfalls gilt sie definitiv nicht für diesen Umbau von Astronomiser! Bei der Beschreibung zum Adapter müsste nämlich noch mal eine CE-Konformitätserklärung beiliegen, was aber nicht der Fall war. Deshalb die Warnung: Kauft nicht diesen Adapter von Astronomiser, denn er hat die offensichtlich übernommene CE-Kennzeichnung eines Akkus und ist, wie man auf dem ersten Bild auch sieht, haarstäubend fehlerhaft konstruiert! Also: Finger weg! Das Teil wird übrigens auch hier in Deutschland über Astronomiehändler und -versender mit schönen Worten wie "ideal für Langzeitbelichtung" und "Strom ohne Ende" etc. verkauft. Glaubt diesen Beschreibungen nicht.

Umbau »

Am nächten Tag habe ich noch ein paar Testläufe mit angeschlossenem Amperemeter gemacht und mich dann für den Umbau entschieden. Ich habe mir also ein kleines Gehäuse gekauft und dort einen neuen Regler samt Kühlung und Kondensatoren verbaut. Den alten Regler wollte ich, nachdem ich ihn mit den Testläufen schon ein paarmal gegrillt hatte, nicht mehr verwenden. Ich habe einen ähnlichen Umbau auch schon in den 12-V-Stecker verbaut gesehen; Sah toll aus, war mir aber zu fummelig.

Bild IMG_3872Die verstreuten Einzelteile

Bild IMG_3874Die Lötseite. Schnell gelötet, aber es hält.

Bild IMG_3876Fertig verdrahtet

Bild IMG_3877Im geschlossenen Gehäuse. Ein wenig Wärmeleitpaste, die noch vom Computer übrig war, tut hier ihren Dienst. Der Festspannungsregler selbst ist von innen an den Blechdeckel geschraubt.

Kosten »

Gehäuse 3,38
Kühlkörper 1,07
Regler 7808 0,57
 
 
Summe 6,70 €

Wenn man das komplette Ding will:

5x 0,66 € = 3,30 € für 5 Meter Kabel, 3,95 € für den Stecker – und ein unbekannter Betrag für den ausgeschlachteten Kameraakku. Macht zusammen 13,95 €; das ist wesentlich billiger als die 40 €, die so mancher Astrohändler für den Schrott von Astronomiser haben will…

Inzwischen ist die gesamte Charge vom deutschen Händler zur Nachbesserung an die britische Firma zurückgeschickt worden. Mal schauen, was daraus wird. Wenn da nur zusätzlich noch ein Kühlblech und Kondensatoren in das Batteriegehäuse kommen, kann man das Ganze trotzdem vergessen, weil dann die abzuführende Wärmemenge gleich bleibt und sich immer noch gut abgeschlossen im Innern der Kamera befindet. Aber ich will nicht unken, sondern wenn ich weiß, wie der neue Adapter aussieht, berichte ich wieder.


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